Mal ehrlich: Nicht jeder hat 3.000 oder 5.000 Euro für eine Heimsauna übrig. Die gute Nachricht ist, dass du auch für unter 2.000 Euro eine solide Saunakabine bekommst, die ihren Job zuverlässig erledigt. Ich habe fünf Budget-Modelle getestet und war überrascht, wie gut einige davon abschneiden – und wie enttäuschend andere trotz ähnlichem Preis sind.
In diesem Vergleich zeige ich dir, wo du sinnvoll sparen kannst und wo du besser nicht an der falschen Stelle knauserst. Denn eine günstige Sauna kann durchaus Freude machen – wenn du das richtige Modell wählst. Für noch kleinere Budgets oder alternative Wärmequellen lohnt sich auch ein Blick auf Infrarotkabinen ab 749 Euro. Wer hingegen noch etwas mehr Budget hat, findet in unserem Vergleich von Heimsaunen unter 1.500 Euro weitere kompakte Optionen.
Die 5 besten Heimsaunen unter 2.000 Euro
Die Weka Lars ist der verdiente Testsieger im Budget-Segment. Für 1.749 Euro bekommst du eine Elementsauna für 2–3 Personen, die solide verarbeitet ist und sich in etwa 4 Stunden aufbauen lässt. Natürlich dürfst du keine Premium-Qualität erwarten, aber das Saunaerlebnis kann sich sehen lassen. Die Aufheizzeit liegt bei etwa 35 Minuten – das ist für diese Preisklasse völlig normal.
- Bestes Gesamtpaket unter 2.000 Euro
- Geräumig genug für 2–3 Personen
- Einfacher Elementaufbau
- Bio-Kombi-Ofen optional verfügbar
- Holzqualität mit gelegentlichen kleinen Macken
- Aufheizzeit länger als bei Massivholzsaunen
- Starkstromanschluss erforderlich
Karibu ist normalerweise eher im mittleren Preissegment zu Hause, aber mit der Bodin bieten sie eine solide Einsteiger-Sauna für unter 1.600 Euro. Die Qualität ist typisch Karibu – sauber verarbeitet, ordentliche Passgenauigkeit und eine verständliche Aufbauanleitung. Im Vergleich zur Weka Lars fällt die Bodin etwas kompakter aus, bietet aber immer noch Platz für zwei Personen.
- Karibu-Qualität zum Einstiegspreis
- Klare, bebilderte Aufbauanleitung
- Gute Wärmeisolierung trotz Elementbauweise
- Kompakte Maße für kleine Keller
- Nur für 2 Personen geeignet
- Ofen nicht im Lieferumfang
- Dachkranz nur als Zubehör erhältlich
Die Woodfeeling Mia ist die günstigste finnische Sauna im Test und überrascht trotzdem mit einer ordentlichen Verarbeitung. Für 1.449 Euro bekommst du eine kompakte Kabine mit 38-mm-Massivholzwänden – ja, Massivholz in dieser Preisklasse! Der Haken: Die Kabine ist wirklich klein und eignet sich primär für Einzelnutzung oder für Paare, die eng zusammenrücken mögen.
- Massivholz zum Budget-Preis
- 230-V-Betrieb – kein Elektriker nötig
- Passt auch in kleine Räume
- Gute Wärmespeicherung dank Massivholz
- Für 2 Personen wirklich eng
- Kein Ofen im Lieferumfang
- Nur eine Liegebank


Die Sentiotec Basic ist mit 1.299 Euro die günstigste Sauna im Test. Und ja, man merkt den Preis an einigen Stellen: Die Holzqualität ist nicht perfekt, die Passgenauigkeit der Elemente könnte besser sein, und die Bänke fühlen sich etwas dünn an. Trotzdem: Wer einfach nur saunieren will und kein Vermögen ausgeben möchte, bekommt hier eine funktionale Kabine, die ihren Zweck erfüllt.
- Günstigste Sauna im Test
- Ofen im Lieferumfang enthalten
- Funktioniert zuverlässig
- Schneller Aufbau (ca. 3 Stunden)
- Holzqualität unterdurchschnittlich
- Passgenauigkeit der Elemente nicht perfekt
- Dünne Bänke – Upgrade empfehlenswert



Wer für unter 2.000 Euro nach Wärme sucht, sollte auch Infrarotkabinen in Betracht ziehen. Die Interline Carbon bietet für 1.399 Euro ein gutes Infrarot-Erlebnis mit Karbonstrahlern, die eine angenehme Tiefen-Wärme erzeugen. Natürlich ist es kein klassisches Sauna-Feeling – kein Aufguss, niedrigere Temperaturen – aber die gesundheitlichen Vorteile sind vergleichbar, und der Betrieb kostet einen Bruchteil.
- Sehr niedrige Betriebskosten (ca. 0,50 € pro Sitzung)
- Normale Steckdose reicht
- In 10 Minuten betriebsbereit
- Kreislaufschonender als klassische Sauna
- Kein klassisches Sauna-Erlebnis (kein Aufguss)
- Niedrigere Maximaltemperatur (ca. 60 °C)
- Verarbeitung nur befriedigend
Vergleichstabelle: Budget-Saunen unter 2.000 Euro
| Modell | Typ | Personen | Innenmaße (cm) | Preis ca. |
|---|---|---|---|---|
| Weka Lars ★ | Finnisch | 2–3 | 178 × 178 × 199 | 1.749 € |
| Karibu Bodin | Finnisch | 2 | 165 × 165 × 198 | 1.599 € |
| Woodfeeling Mia | Finnisch | 1–2 | 136 × 136 × 198 | 1.449 € |
| Sentiotec Basic | Finnisch | 2 | 160 × 150 × 200 | 1.299 € |
| Interline Carbon | Infrarot | 2 | 120 × 105 × 190 | 1.399 € |
Kaufberatung: So findest du die beste Budget-Sauna
Wo kannst du sinnvoll sparen?
Bei einer Budget-Sauna sparst du vor allem beim Holz und bei der Verarbeitung. Elementsaunen sind günstiger als Massivholzsaunen, weil die dünnere Holzschicht mit Isoliermaterial gefüllt wird. Das funktioniert überraschend gut – die Wärmeisolierung ist oft kaum schlechter als bei Massivholz. Der Aufbau geht sogar schneller, weil die Elemente leichter sind.
Wo solltest du nicht sparen?
Am Saunaofen. Ein guter Ofen ist das Herzstück jeder Sauna, und ein billiger No-Name-Ofen kann frustrierend sein: ungleichmäßige Hitze, lange Aufheizzeiten und im schlimmsten Fall Sicherheitsmängel. Wenn dein Budget-Modell ohne Ofen kommt, investiere lieber 250–400 Euro in einen Markenofen von Harvia, Karibu oder EOS. Mein Saunaofen-Test 2026 hilft dir bei der Auswahl.
Finnische Sauna oder Infrarotkabine?
Wenn dir klassisches Saunieren mit Aufgüssen wichtig ist, führt kein Weg an einer finnischen Sauna vorbei. Falls du eher die gesundheitlichen Effekte suchst – Muskelentspannung, bessere Durchblutung, Stressabbau – kann eine Infrarotkabine eine sinnvolle und oft günstigere Alternative sein. Die laufenden Kosten sind bei Infrarot deutlich niedriger. Mehr Unterschiede zwischen Infrarotkabine und finnischer Sauna findest du in unserem ausführlichen Vergleich.
Gebrauchte Sauna als Alternative?
Eine gebrauchte Heimsauna kann ein echtes Schnäppchen sein. Auf eBay Kleinanzeigen findest du regelmäßig gut erhaltene Modelle für 500–1.000 Euro. Achte aber auf den Zustand der Holzoberflächen (Schimmel, Verfärbungen) und des Ofens. Ein Saunaofen, der mehr als 10 Jahre alt ist, sollte sicherheitshalber ersetzt werden.
Mein Fazit
Die Weka Lars bietet im Budget-Segment das beste Gesamtpaket: ausreichend Platz, solide Verarbeitung und ein fairer Preis. Wer noch weniger ausgeben will, greift zur Karibu Bodin – mit Karibu-typischer Qualität zum Einstiegspreis. Die Sentiotec Basic ist nur etwas für echte Sparfüchse, die mit Abstrichen bei der Verarbeitung leben können. Und die Interline Carbon ist eine spannende Alternative für alle, die offen für Infrarot sind. Wer sich zwischen beiden Systemen unsicher ist, sollte sich auch unseren Kombi-Sauna Test anschauen, wo finnische und Infrarot-Wärme in einer Kabine vereint werden.
Häufige Fragen
Ja, absolut. Die Unterschiede zu teureren Modellen liegen vor allem in der Holzqualität und im Design, nicht im eigentlichen Saunaerlebnis. Eine gut gewählte Budget-Sauna mit einem ordentlichen Ofen liefert ein Saunaerlebnis, das 80–90 % einer Premium-Sauna entspricht.
Rechne mit folgenden Zusatzkosten: Saunaofen (falls nicht enthalten): 200–400 €. Starkstromanschluss (falls nötig): 200–600 € für den Elektriker. Saunasteine: 20–40 €. Zubehör (Thermometer, Aufgusskelle, Sanduhr): 30–80 €. Insgesamt solltest du 300–800 € extra einplanen.
Beide Bauweisen haben ihre Berechtigung. Elementsaunen sind günstiger, leichter und schneller aufgebaut. Massivholzsaunen speichern die Wärme besser, duften angenehmer und sind langlebiger. Im Budget-Segment findest du meist Elementsaunen. Die Woodfeeling Mia ist eine Ausnahme mit 38-mm-Massivholz zum kleinen Preis.
Bei guter Pflege halten auch Budget-Saunen 10–15 Jahre problemlos. Wichtig ist regelmäßiges Lüften nach jeder Nutzung und gelegentliches Abschleifen der Bankflächen. Der Saunaofen sollte nach 10–12 Jahren ausgetauscht werden.