Nicht jeder hat einen riesigen Keller mit 15 Quadratmetern Freifläche für eine Sauna. Viele meiner Leser fragen mich nach kompakten Modellen für kleine Räume, die auch in kleine Kellerräume von 5–8 m² passen. Die gute Nachricht: Es gibt mittlerweile richtig gute Mini-Saunen, die trotz ihrer kompakten Maße ein vollwertiges Saunaerlebnis bieten.
Ich habe vier kleine Kellersaunen verglichen und dabei besonders auf die Platzeffizienz, die Aufheizzeit und das Saunagefühl geachtet. Denn eine Sauna, in der man sich nicht bewegen kann oder die ewig braucht, um warm zu werden, macht einfach keinen Spaß. Wenn du generell Tipps zum Einbau brauchst, empfehle ich dir meine Komplett-Anleitung zum Kellersauna-Einbau.
Die 4 besten kleinen Kellersaunen im Vergleich



Die Karibu Siirin ist mein Testsieger unter den kleinen Kellersaunen. Mit Innenmaßen von 145 × 145 cm ist sie überraschend geräumig für 1–2 Personen und passt trotzdem in die meisten Kellerräume. Die 38-mm-Massivholzwände aus nordischer Fichte speichern die Wärme hervorragend, und der 3,6-kW-Ofen bringt die Kabine in knapp 20 Minuten auf Temperatur. Großer Vorteil: Der Ofen läuft an normaler 230-V-Steckdose – kein Starkstrom nötig.
- Kein Starkstromanschluss nötig (230 V)
- Massivholz-Qualität zu fairem Preis
- Schnelle Aufheizzeit dank kompakter Größe
- Ofen bereits inklusive
- Für 2 Personen etwas kuschelig
- Maximale Temperatur etwas niedriger als bei größeren Modellen
- Nur eine Liegefläche, keine zweite Bank
Die Weka Kiruna ist der Preis-Tipp für kleine Kellerräume. Für unter 1.500 € bekommst du eine kompakte Elementsauna, die alles Wesentliche mitbringt. Die Wandstärke von 68 mm (Elementbauweise) sorgt für gute Isolierung, und die Aufheizzeit liegt bei akzeptablen 25 Minuten. Die Verarbeitung ist solide, wenn auch nicht ganz auf Karibu-Niveau. Für den Preis bekommst du hier aber ein ehrliches Produkt ohne Schnickschnack.
- Bester Preis in dieser Größenklasse
- Kein Starkstromanschluss nötig (230 V)
- Einfacher Aufbau durch Elementbauweise
- Gute Isolierung durch 68-mm-Wandstärke
- Ofen nicht inklusive – muss separat gekauft werden
- Etwas kleiner als die Karibu Siirin
- Holzqualität schwankt gelegentlich


Die Sentiotec Komfort Mini ist die kompakteste Sauna im Test und trotzdem kein Spielzeug. Der österreichische Hersteller hat es geschafft, auf nur 120 × 150 cm eine vollwertige Saunakabine unterzubringen – inklusive einer cleveren Eck-Bank, die den Platz optimal nutzt. Der 4,5-kW-Ofen ist für die Kabinengröße fast schon überdimensioniert und heizt extrem schnell auf. Einziger Wermutstropfen: Für den 4,5-kW-Ofen brauchst du Starkstrom.
- Extrem kompakte Grundfläche – passt fast überall hin
- Cleveres Eckbank-Design nutzt jeden Zentimeter
- Hemlock-Holz harzfrei und allergikerfreundlich
- Sehr schnelle Aufheizzeit unter 15 Minuten
- Starkstromanschluss erforderlich (400 V)
- Für große Personen (über 185 cm) etwas eng
- Nur eine Sitzbank, keine Liegemöglichkeit
Die Tylö Panacea Compact ist die Premium-Option für kleine Kellerräume. Schwedische Ingenieurskunst trifft auf kompaktes Design: Die Verarbeitung ist makellos, das Hemlock-Holz duftet dezent, und der Tylö Sense Plus Ofen ist einer der besten kompakten Saunaöfen auf dem Markt. Das Saunaerlebnis ist trotz der kleinen Größe beeindruckend gut – die Wärmeverteilung ist gleichmäßiger als bei jedem anderen Modell im Test. Der Preis ist allerdings ein deutlicher Aufschlag.
- Beste Verarbeitung und Materialqualität im Test
- Tylö Sense Plus Ofen mit präziser Steuerung
- Hervorragende Wärmeverteilung
- 5 Jahre Herstellergarantie
- Deutlich teurer als vergleichbare Modelle
- Starkstromanschluss erforderlich
- Lange Lieferzeit (6–10 Wochen)
Vergleichstabelle: Kleine Kellersaunen
| Modell | Innenmaße (cm) | Heizleistung | Stromanschluss | Preis ca. |
|---|---|---|---|---|
| Karibu Siirin ★ | 145 × 145 × 198 | 3,6 kW | 230 V | 1.899 € |
| Weka Kiruna | 136 × 136 × 199 | 3,6 kW | 230 V | 1.449 € |
| Sentiotec Mini | 120 × 150 × 200 | 4,5 kW | 400 V | 1.599 € |
| Tylö Panacea | 150 × 130 × 200 | 4,5 kW | 400 V | 3.490 € |
Kaufberatung: Kleine Sauna für den Keller
230 V oder 400 V – was ist besser?
Kleine Saunaöfen bis 3,6 kW laufen an einer normalen 230-V-Steckdose. Das spart dir die Kosten für einen Elektriker und den Starkstromanschluss. Der Nachteil: Die maximale Temperatur ist etwas niedriger (ca. 80–85 °C statt 90–100 °C), und die Aufheizzeit ist länger. Für eine gemütliche Heimsauna reicht 230 V aber völlig aus. Wer es authentisch-heiß mag, braucht 400 V.
Wie klein darf eine Sauna sein?
Die absolute Mindestgröße für eine 1-Personen-Sauna liegt bei etwa 100 × 100 cm Innenmaß. Darunter wird es so eng, dass du dich kaum bewegen kannst und das Saunaerlebnis leidet. Für 2 Personen sollten es mindestens 130 × 130 cm sein. Meine Empfehlung: Wenn möglich, eher 145 × 145 cm wählen – die paar Zentimeter mehr machen einen erstaunlich großen Unterschied beim Komfort.
Belüftung bei kleinen Kellersaunen
Gerade bei kleinen Saunen ist die richtige Belüftung besonders wichtig, weil die relative Feuchtigkeitsproduktion pro Quadratmeter höher ist. Achte auf ausreichende Zu- und Abluft in der Kabine und lüfte den Kellerraum nach dem Saunieren konsequent. In vielen Fällen ist zudem eine fachgerecht installierte Dampfsperre sinnvoll, um Feuchteschäden an den umliegenden Kellerwänden zu vermeiden.
Mein Fazit
Für die meisten Kellersauna-Einsteiger mit begrenztem Platz ist die Karibu Siirin die beste Wahl: kompakt genug für kleine Räume, groß genug für zwei Personen, und der 230-V-Anschluss spart Kosten und Aufwand. Wer weniger ausgeben möchte, greift zur Weka Kiruna. Die Sentiotec Mini ist ideal, wenn wirklich jeder Zentimeter zählt. Und die Tylö Panacea Compact ist der Rolls-Royce unter den kleinen Saunen – für alle, die beim Saunaerlebnis keine Kompromisse eingehen wollen.
Häufige Fragen
Ja, aber es wird eng. Eine kompakte Sauna wie die Sentiotec Mini (120 × 150 cm) braucht mit den empfohlenen Wandabständen (10 cm) etwa 1,5 m² Grundfläche. Damit bleiben in einem 5 m² Raum noch 3,5 m² für den Vorbereich – ausreichend zum Umziehen und für eine kleine Abkühlzone. Ideal ist ein Raum ab 6–7 m².
Bei 230-V-Saunen brauchst du keinen Elektriker – du steckst den Ofen einfach in eine normale Schukosteckdose. Allerdings sollte die Steckdose über einen eigenen Stromkreis mit einer 16-A-Sicherung laufen. Prüfe das vorher oder lass es vom Elektriker bestätigen. Bei 400-V-Öfen ist ein Elektriker Pflicht.
Kleine Saunen mit 400-V-Ofen erreichen dieselben Temperaturen wie große Modelle (bis 100 °C). Bei 230-V-Öfen ist die Maximaltemperatur etwas niedriger, typischerweise 80–85 °C. Das reicht für ein sehr gutes Saunaerlebnis. Der Vorteil kleiner Saunen: Sie heizen deutlich schneller auf, da weniger Luft und Holz erwärmt werden muss.
Ja, absolut. Auch kleine Saunaöfen haben einen Steinkorb, auf den du Wasser für den Aufguss gießen kannst. Verwende ein kleineres Aufguss-Set mit 3-Liter-Kübel – in einer kleinen Kabine brauchst du weniger Wasser für einen intensiven Aufguss. Achte darauf, nicht zu viel Wasser auf einmal zu gießen, da der Dampf in der kleinen Kabine intensiver ist.