Der Saunaofen ist das Herzstück jeder Sauna – und hier zu sparen, rächt sich schnell. Ein guter Ofen heizt zügig auf, verteilt die Wärme gleichmäßig und ermöglicht herrliche Aufgüsse. Ein schlechter Ofen frustriert mit langen Aufheizzeiten, ungleichmäßiger Hitze und nervigem Geräuschpegel. Ich habe sechs der beliebtesten Elektro-Saunaöfen getestet.
Mein Fokus lag auf Praxistauglichkeit: Wie schnell erreicht der Ofen 80 °C? Wie gleichmäßig ist die Wärmeverteilung in der Kabine? Und wie gut funktioniert der Aufguss? Wer sich zwischen Elektro und Holz nicht entscheiden kann, findet Antworten in meinem Vergleich Holz-Saunaofen vs. Elektro.
Die 6 besten Saunaöfen für Zuhause
Der Harvia Vega ist seit Jahren einer der meistverkauften Saunaöfen – und das zurecht. Die Aufheizzeit ist beeindruckend kurz (ca. 25 Minuten auf 80 °C in einer 8-m³-Kabine), der Aufguss ist dank 20 kg Steinkapazität herrlich dampfig, und die Temperaturregelung funktioniert präzise. Der Harvia Vega ist der Allrounder, den ich jedem empfehle, der einen zuverlässigen Ofen sucht.
- Schnelle Aufheizzeit (ca. 25 Minuten)
- 20 kg Steinkapazität für hervorragenden Aufguss
- Präzise Temperatursteuerung
- Bewährte Harvia-Qualität (Made in Finland)
- Starkstromanschluss erforderlich
- Externe Steuerung empfohlen (nicht im Lieferumfang)
- Design eher funktional


Der Karibu Bio-Kombi ist mein Preis-Tipp – für unter 300 Euro bekommst du einen vollwertigen 9-kW-Ofen mit integriertem Verdampfer. Die Bio-Funktion ermöglicht sanfteres Saunieren bei niedrigeren Temperaturen (50–60 °C) mit höherer Luftfeuchtigkeit – ideal für Einsteiger und Menschen, die klassische Hitze nicht vertragen. Die Steuerung ist im Lieferumfang enthalten, was bei diesem Preis ungewöhnlich ist.
- Bester Preis für einen 9-kW-Ofen mit Bio-Funktion
- Steuerung im Lieferumfang enthalten
- Bio-Modus für sanfteres Saunieren
- Zuverlässig und einfach zu bedienen
- Aufheizzeit etwas länger als beim Harvia (ca. 35 Min.)
- Steinkapazität geringer als bei Premium-Modellen
- Verdampfer braucht regelmäßige Entkalkung
Der Tylö Sense Sport ist der Premium-Ofen im Test – und er spielt in einer eigenen Liga. Die Touchscreen-Steuerung ist intuitiv, der Betrieb flüsterleise und die Temperaturregelung unglaublich präzise. Der Aufguss ist dank der optimierten Steinanordnung ein Genuss. Der Preis von 890 Euro ist für einen Saunaofen heftig, aber wer Qualität will, bekommt sie hier.
- Touchscreen-Steuerung mit Tylö-App-Anbindung
- Flüsterleiser Betrieb
- 25 kg Steinkapazität für perfekten Aufguss
- Extrem präzise Temperaturregelung
- Hoher Preis
- Ersatzteile nur über Tylö-Händler
- Touchscreen bei nassen Fingern manchmal ungenau
EOS ist ein deutscher Hersteller mit Jahrzehnten Erfahrung, und der 34.A ist ihr Arbeitstier: robust, zuverlässig und langlebig. Kein Schnickschnack, keine App-Steuerung – einfach ein solider Ofen, der seinen Job macht. Die Edelstahlverkleidung ist nahezu unverwüstlich, und die Heizstäbe sind grosszügig dimensioniert. Für alle, die Langlebigkeit schätzen.
- Robuste Edelstahlverkleidung
- Made in Germany – langlebig und zuverlässig
- Großzügig dimensionierte Heizstäbe
- Einfache, intuitive Bedienung
- Keine Smart-Features oder App
- Design eher traditionell
- Steuerung separat erhältlich



Der Sentiotec 100 ist der günstigste Ofen im Test – und für den Preis erstaunlich brauchbar. Für kleine Kabinen bis 8 m³ reichen die 6 kW völlig aus. Die Aufheizzeit ist mit 40 Minuten etwas länger, und die Steinkapazität von nur 12 kg ist für Aufguss-Fans grenzwertig. Aber als Einsteiger-Ofen zum fairen Preis tut er, was er soll.
- Günstigster Ofen im Test
- Steuerung im Lieferumfang
- Für kleine Kabinen ausreichend
- Einfache Montage
- Nur 6 kW – für größere Kabinen zu schwach
- Geringe Steinkapazität (12 kg)
- Längere Aufheizzeit



Der Harvia Cilindro ist der Design-Ofen im Test: eine zylindrische Säule, die frei im Raum stehen kann und beeindruckende 50 kg Saunasteine fasst. Der Aufguss ist damit ein Erlebnis – die große Steinmenge speichert enorm viel Wärme und verdampft Wasser sanft und gleichmäßig. Der Cilindro ist ideal für Saunafans, die das Maximum aus ihren Aufgüssen herausholen wollen.
- 50 kg Steinkapazität – unschlagbar für Aufgüsse
- Freistehend – flexibel positionierbar
- Elegantes zylindrisches Design
- Gleichmäßige Wärmeabstrahlung rundherum
- Braucht mehr Bodenfläche als Wandmodelle
- Längere Aufheizzeit wegen großer Steinmenge
- Steuerung separat erforderlich
Vergleichstabelle: Die 6 besten Saunaöfen
| Modell | Leistung | Steinmenge | Kabine | Preis ca. |
|---|---|---|---|---|
| Harvia Vega ★ | 8 kW | 20 kg | 7–12 m³ | 389 € |
| Karibu Bio-Kombi | 9 kW | 18 kg | 9–14 m³ | 299 € |
| Tylö Sense Sport | 8 kW | 25 kg | 6–12 m³ | 890 € |
| EOS 34.A | 7,5 kW | 18 kg | 6–10 m³ | 449 € |
| Sentiotec 100 | 6 kW | 12 kg | 5–8 m³ | 219 € |
| Harvia Cilindro | 9 kW | 50 kg | 8–14 m³ | 599 € |
Kaufberatung: Den richtigen Saunaofen finden
Die richtige Leistung berechnen
Die Faustregel: 1 kW pro Kubikmeter Kabinenvolumen. Eine Kabine mit 8 m³ braucht also mindestens 8 kW. Plane lieber etwas mehr ein – ein 9-kW-Ofen in einer 8-m³-Kabine heizt schneller auf und erreicht höhere Temperaturen. Zu viel Leistung ist kein Problem (der Ofen regelt herunter), zu wenig führt zu Frust. Wer eine passende Kabine sucht, findet in meinem Heimsauna-Test verschiedene Modelle im Vergleich.
230 V oder 400 V?
Öfen bis 4,5 kW laufen an einer normalen 230-V-Steckdose – ideal für kompakte 2-Personen-Saunen. Alles darüber braucht einen 400-V-Starkstromanschluss vom Elektriker. Die Kosten für den Anschluss liegen bei 200–600 €. Mehr zu 230-V-Modellen findest du in meinem Ratgeber zu 230-V-Saunaöfen.
Steinkapazität und Aufguss
Je mehr Steine, desto besser der Aufguss. Als Minimum empfehle ich 15 kg für gelegentliche Aufgüsse. Wer regelmäßig aufgießt und einen sanften, langanhaltenden Dampf schätzt, greift zu einem Modell mit 20+ kg. Der Harvia Cilindro mit 50 kg ist hier die Referenz. Mehr über die richtigen Saunasteine erfährst du in meinem separaten Test.
Mein Fazit
Der Harvia Vega ist mein Testsieger: zuverlässig, schnell und mit 20 kg Steinen aufgussfreundlich. Für Budget-Käufer ist der Karibu Bio-Kombi ein Schnäppchen – 9 kW mit Bio-Funktion für unter 300 Euro. Qualitätsfanatiker greifen zum Tylö Sense Sport. Und Aufguss-Enthusiasten werden den Harvia Cilindro mit seinen 50 kg Steinen lieben. Eine regelmäßige Wartung des Saunaofens verlängert die Lebensdauer deutlich und sichert die beste Leistung.
Häufige Fragen
Prüfe die Steine einmal im Jahr auf Risse und Brüche. Gebrochene Steine sollten ersetzt werden, da sie den Luftstrom behindern und den Ofen belasten. Komplett neue Steine braucht man in der Regel alle 2–3 Jahre, je nach Nutzungshäufigkeit.
Bei 400-V-Öfen (ab 4,5 kW) ist der Anschluss durch einen zugelassenen Elektriker Pflicht. Bei 230-V-Modellen reicht theoretisch eine Schuko-Steckdose, aber auch hier empfehle ich, einen Fachmann prüfen zu lassen, ob die Leitung ausreichend abgesichert ist.
Ein 8-kW-Ofen verbraucht bei einer 2-stündigen Session etwa 12–16 kWh. Bei 0,30 €/kWh kostet ein Saunagang 3,60–4,80 €. Ein 6-kW-Ofen liegt bei 2,50–3,50 € pro Session. Verglichen mit öffentlichen Saunen (20–30 € Eintritt) rechnet sich eine Heimsauna schnell.
Olivin-Diabas ist der Klassiker – hitze- und bruchfest. Peridotit speichert noch mehr Wärme und ist ideal für Aufgüsse. Verwende nie Steine aus dem Garten oder Flussbett – sie können bei Hitze platzen. Qualitäts-Saunasteine kosten 20–40 € für 20 kg.