Saunaöfen

Saunaofen 230V: Die besten Modelle ohne Starkstrom

Kein Starkstrom im Keller? Kein Problem. Es gibt durchaus leistungsfähige Saunaöfen, die an einer normalen 230-V-Haushaltssteckdose laufen. Zugegeben: Die Maximalleistung ist auf 3,6 kW begrenzt (in einigen Ländern bis 4,5 kW), was die Kabinengröße einschränkt. Aber für kompakte 2-Personen-Saunen reicht das völlig aus.

Ich habe vier 230-V-Saunaöfen getestet und dabei besonders auf Aufheizzeit und Maximaltemperatur geachtet. Denn das sind die Hauptargumente gegen 230-V-Modelle: „Zu langsam“ und „wird nicht heiß genug“. Ob das wirklich stimmt, erfährst du in diesem Test. Einen Überblick über alle Saunaöfen findest du in meinem großen Saunaofen-Test 2026.

Die 4 besten 230-V-Saunaöfen

HARVIA Vega Compact BC35 (3,5 kW)
HARVIA
Vega Compact BC35 (3,5 kW)

Der Harvia Vega Compact ist die 230-V-Variante des beliebten Vega – und genauso überzeugend. Für Kabinen bis 4,5 m³ liefert er zuverlässig 80–85 °C bei einer Aufheizzeit von ca. 30 Minuten. Die Steinkapazität von 12 kg reicht für leichte Aufgüsse. Die bewährte Harvia-Qualität gibt es hier zum fairen Preis – einstecken und lossaunieren.

Leistung3,5 kW
Anschluss230 V (Schuko)
Kabinengröße2–4,5 m³
Steinmenge12 kg
Preis ca.279 €

Stärken
  • Bewährte Harvia-Qualität zum fairen Preis
  • Einfach an Schuko-Steckdose anschließen
  • Kompakt und platzsparend
  • Integrierte Steuerung
Schwächen
  • Maximaltemperatur bei ca. 85 °C begrenzt
  • Nur für kleine Kabinen geeignet
  • Aufguss eingeschränkt (kleine Steinmenge)

EOS Mini Saunaofen (3 kW)
EOS
Mini Saunaofen (3 kW)

Der EOS Mini ist der günstigste 230-V-Ofen im Test und überrascht mit deutscher Qualität zum kleinen Preis. Für Kabinen bis 3 m³ reichen die 3 kW problemlos. Die Edelstahlverkleidung ist robust, die Steuerung simpel aber funktional. Ideal für Minisaunen und Einpersonenkabinen – mehr braucht man nicht.

Leistung3 kW
Anschluss230 V (Schuko)
Kabinengröße2–3 m³
Steinmenge10 kg
Preis ca.199 €

Stärken
  • Günstigster 230-V-Ofen im Test
  • Deutsche EOS-Qualität
  • Sehr kompakte Bauweise
  • Steuerung integriert
Schwächen
  • Nur 3 kW – für größere Kabinen zu schwach
  • Kleine Steinkapazität
  • Aufheizzeit länger (ca. 35–40 Min.)

SENTIOTEC
Viking Mini (3,6 kW)

Der Sentiotec Viking Mini nutzt das Maximum der 230-V-Leistung: 3,6 kW. Das klingt nach wenig, reicht aber für kompakte Kabinen bis 5 m³ problemlos. Die Aufheizzeit liegt bei ca. 30 Minuten – gleichauf mit dem Harvia. Der Viking Mini ist schmal gebaut und passt auch in enge Ecken. Preis-Leistung stimmt.

Leistung3,6 kW
Anschluss230 V (Schuko)
Kabinengröße2–5 m³
Steinmenge11 kg
Preis ca.229 €

Stärken
  • Maximale 230-V-Leistung (3,6 kW)
  • Schmale Bauform für enge Kabinen
  • Integrierte Steuerung mit Timer
  • Gutes Preis-Leistungs-Verhältnis
Schwächen
  • Verarbeitung nicht ganz auf Harvia-Niveau
  • Steinmenge begrenzt
  • Design eher schlicht

TYLÖ
Sense Pure 4 (4,5 kW)

Der Tylö Sense Pure ist der einzige 230-V-Ofen im Test mit 4,5 kW – möglich durch eine spezielle Steckdose (Perilex/CEE 16A). Die Premiumqualität von Tylö zeigt sich in der flüsterleisen Betriebsweise, der präzisen Steuerung und dem eleganten Design. Für kompakte Saunen bis 6 m³ ist das die Luxuslösung ohne Starkstrom.

Leistung4,5 kW
Anschluss230 V (CEE 16A)
Kabinengröße3–6 m³
Steinmenge15 kg
Preis ca.590 €

Stärken
  • 4,5 kW ohne Starkstrom – einzigartig im Test
  • Flüsterleiser Tylö-Betrieb
  • Präzise Temperatursteuerung
  • Elegantes Premium-Design
Schwächen
  • Braucht CEE-16A-Steckdose (kein normaler Schuko)
  • Hoher Preis für einen 230-V-Ofen
  • Ersatzteile nur über Tylö-Händler

Vergleichstabelle: 230-V-Saunaöfen

Modell Leistung Kabine Steinmenge Preis ca.
Harvia Vega Compact ★ 3,5 kW 2–4,5 m³ 12 kg 279 €
EOS Mini 3 kW 2–3 m³ 10 kg 199 €
Sentiotec Viking Mini 3,6 kW 2–5 m³ 11 kg 229 €
Tylö Sense Pure 4,5 kW 3–6 m³ 15 kg 590 €

Kaufberatung: 230-V-Saunaofen richtig wählen

Voraussetzungen für 230-V-Betrieb

Deine Steckdose muss mit mindestens 16 Ampere abgesichert sein (Standardsicherung in Deutschland). Der Saunaofen sollte über eine eigene, dedizierte Leitung laufen – nicht über eine Mehrfachsteckdose oder gemeinsam mit anderen Verbrauchern. Ein FI-Schutzschalter ist Pflicht. Im Zweifelsfall lass einen Elektriker prüfen. Mehr Details zu den elektrischen Anforderungen findest du in unserem Ratgeber zum Sauna Stromanschluss.

Maximale Kabinengröße

Mit 3,5–3,6 kW kannst du Kabinen bis ca. 4–5 m³ beheizen. Das entspricht einer kompakten 2-Personen-Sauna von etwa 140 × 140 × 200 cm. Für größere Kabinen brauchst du zwingend Starkstrom – da führt kein Weg dran vorbei. Besonders interessant sind 230-V-Öfen für kleine Kellersaunen mit begrenztem Platz oder für eine kompakte 1-Person-Sauna.

Temperatur-Einschränkungen

Bei 230 V erreichst du in der Regel 80–90 °C – je nach Kabinengröße und Isolierung. Für die meisten Saunagänger ist das völlig ausreichend. Wenn du regelmäßig über 90 °C saunieren möchtest, kommst du um Starkstrom nicht herum.

Mein Fazit

Der Harvia Vega Compact ist mein Favorit: bewährte Qualität, faire Preise und einfach an die Steckdose anschließen. Für kleine Budgets und kleine Kabinen reicht der EOS Mini völlig aus. Und wer das Maximum ohne Starkstrom will, investiert in den Tylö Sense Pure mit 4,5 kW. Vergiss nicht, das passende Sauna Zubehör Set für ein komplettes Saunaerlebnis einzuplanen.

Häufige Fragen

Grundsätzlich ja, wenn die Steckdose mit 16 A abgesichert ist und über einen FI-Schutzschalter verfügt. Ich empfehle trotzdem, einen Elektriker die Leitung prüfen zu lassen. Der Ofen sollte eine eigene Leitung haben und nicht über Verlängerungskabel betrieben werden.

In einer passend dimensionierten Kabine (bis ca. 4–5 m³) erreichst du 80–90 °C. Das reicht für ein vollwertiges Saunaerlebnis. Nur wer konsequent über 95 °C saunieren möchte, braucht einen stärkeren Starkstrom-Ofen.

Ja, aber in begrenztem Umfang. Die Steinmenge (10–15 kg) ist kleiner als bei Starkstrom-Öfen (20–50 kg), daher verdampft das Wasser weniger sanft. Gieße vorsichtig und in kleinen Mengen auf – dann funktioniert es gut.

Ja, deutlich. Ein 3,6-kW-Ofen verbraucht bei 90 Minuten Sitzung etwa 4–5 kWh (ca. 1,20–1,50 €). Ein 8-kW-Ofen verbraucht in der gleichen Zeit 12–16 kWh (ca. 3,60–4,80 €). Die Ersparnis liegt also bei 60–70 % pro Session.