Nicht jeder hat einen riesigen Keller oder ein Spa-Badezimmer – und trotzdem soll die eigene Sauna nicht nur ein Traum bleiben. Ich habe mich in den letzten Wochen intensiv mit kompakten 2-Personen-Saunen beschäftigt und fünf Modelle unter die Lupe genommen. Dabei war mir besonders wichtig: Passt die Kabine wirklich in kleine Räume, ohne dass das Saunaerlebnis darunter leidet?
Mein Fazit vorweg: Eine 2-Personen-Sauna muss keine Kompromisslösung sein. Einige der getesteten Modelle haben mich ehrlich überrascht – sowohl positiv als auch negativ. Wer clever plant und das richtige Modell wählt, bekommt auch auf kleinem Raum ein erstklassiges Saunaerlebnis. Falls du noch überlegst, ob eine Heimsauna generell das Richtige für dich ist, schau dir zuerst meinen großen Heimsauna-Test an.
Die 5 besten Saunen für 2 Personen im Test
Die Karibu Siirin hat mich als Testsieger wirklich überzeugt. Trotz ihrer kompakten Maße fühlt man sich zu zweit nicht eingeengt. Die 38-mm-Massivholzwände aus nordischer Fichte sorgen für eine gleichmäßige Wärmeverteilung, und der mitgelieferte 3,6-kW-Ofen bringt die kleine Kabine in nur 20 Minuten auf Betriebstemperatur. Besonders clever: Die L-förmige Bankaufteilung nutzt den Platz optimal aus.
- Läuft an normaler 230-V-Steckdose – kein Starkstrom nötig
- Durchdachte L-Bank-Aufteilung für optimale Platznutzung
- Schnelle Aufheizzeit dank kompakter Kabinengröße
- Solide Massivholzverarbeitung zum fairen Preis
- Maximale Temperatur bei 230 V etwas niedriger als bei Starkstrom-Modellen
- Aufguss nur eingeschränkt möglich wegen kleiner Steinkapazität
- Glastür mit 6 mm relativ dünn
Die Weka Kiruna ist mein Preis-Tipp für alle, die eine solide 2-Personen-Sauna suchen, ohne dabei das Budget zu sprengen. Für unter 1.500 Euro bekommst du eine kompakte Elementsauna, die sich dank Stecksystem in rund 3 Stunden aufbauen lässt. Klar, die Holzqualität kommt nicht ganz an die Karibu heran, aber für den Preis ist das völlig in Ordnung.
- Bester Preis im Testfeld für eine vollwertige 2-Personen-Sauna
- Einfacher Aufbau dank Elementbauweise in ca. 3 Stunden
- Kompakt genug für große Badezimmer
- 230-V-Anschluss – keine Elektrikerkosten
- Elementbauweise isoliert schlechter als Massivholz
- Bänke aus weicherem Holz – Abachi-Upgrade empfehlenswert
- Seitenwand leicht verzogen bei Lieferung (Einzelfall)
Die Woodfeeling Svenja ist die kompakteste Sauna im Test – und gleichzeitig überraschend gemütlich. Woodfeeling schafft es, auf einer Grundfläche von nur 1,4 × 1,4 Metern ein Raumgefühl zu erzeugen, das größer wirkt als die Zahlen vermuten lassen. Das liegt vor allem an der Ganzglasfront, die für Offenheit sorgt. Für Paare, die wirklich wenig Platz haben, ist das mein Geheimtipp.
- Extrem kompakte Grundfläche – passt fast überall hin
- Ganzglasfront sorgt für offenes Raumgefühl
- 38-mm-Massivholz mit guter Isolierung
- Inkl. LED-Dachkranz für stimmungsvolles Licht
- Zu zweit wird es auf der Bank eng, wenn beide liegen wollen
- Glasfront beschlägt außen bei hoher Luftfeuchtigkeit
- Ofen muss separat bestellt werden
Wer bereit ist, für eine 2-Personen-Sauna tief in die Tasche zu greifen, bekommt mit der Tylö Panacea ein Premiumprodukt, das seinesgleichen sucht. Die Verarbeitungsqualität ist makellos, das Hemlock-Holz duftet dezent und harzt überhaupt nicht. Der integrierte Tylö Sense Pure Ofen ist flüsterleise und bringt die Kabine präzise auf Wunschtemperatur. Allerdings: Der Preis von fast 4.000 Euro ist für eine 2-Personen-Kabine schon heftig.
- Herausragende Verarbeitungsqualität und Passgenauigkeit
- Flüsterleiser Tylö Sense Pure Ofen
- Hemlock-Holz harzfrei und allergikerfreundlich
- Elegantes skandinavisches Design
- Sehr hoher Preis für eine 2-Personen-Sauna
- Lange Lieferzeit (6–8 Wochen)
- Ersatzteile nur über Tylö-Fachhändler verfügbar


Die Sentiotec Komfort Mini richtet sich an alle, die wirklich jeden Zentimeter zählen müssen. Mit nur 1,3 × 1,3 Metern Grundfläche ist sie die schmalste Sauna im Test. Zu zweit sitzen geht gut, liegen wird allerdings knapp. Die Verarbeitung ist ordentlich, der Preis fair. Was mich besonders freut: Sentiotec liefert einen passenden 3,6-kW-Ofen direkt mit – das spart die lästige Suche nach dem richtigen Modell.
- Kleinste Grundfläche im Test – passt in fast jedes Bad
- Ofen im Lieferumfang enthalten
- 230-V-Betrieb ohne Starkstrom
- Gutes Preis-Leistungs-Verhältnis
- Zu zweit liegen nicht möglich
- Etwas geringere Isolierung durch Elementbauweise
- Bankfläche für große Personen knapp
Vergleichstabelle: Alle 2-Personen-Saunen auf einen Blick
| Modell | Leistung | Innenmaße (cm) | Holzart | Preis ca. |
|---|---|---|---|---|
| Karibu Siirin ★ | 3,6 kW | 152 × 152 × 198 | Nordische Fichte | 1.899 € |
| Weka Kiruna | 3,6 kW | 148 × 135 × 199 | Nordische Fichte | 1.449 € |
| Woodfeeling Svenja | 3,6 kW | 140 × 140 × 198 | Nordische Fichte | 1.699 € |
| Tylö Panacea | 4,5 kW | 155 × 130 × 200 | Hemlock / Espe | 3.990 € |
| Sentiotec Komfort Mini | 3,6 kW | 130 × 130 × 200 | Nordische Fichte | 1.599 € |
Kaufberatung: Worauf du bei einer 2-Personen-Sauna achten solltest
Platzbedarf realistisch einschätzen
Eine 2-Personen-Sauna braucht weniger Platz als viele denken. Die kompaktesten Modelle kommen mit einer Grundfläche von 1,3 × 1,3 Metern aus. Plane aber mindestens 20 cm Abstand zur Wand ein – für die Luftzirkulation und damit du bei der Montage nicht verzweifelst. Insgesamt solltest du also einen freien Bereich von etwa 1,7 × 1,7 Metern haben. Wer eine Sauna im Badezimmer plant, sollte außerdem die Feuchtigkeitsbelastung und Belüftungsmöglichkeiten prüfen.
230 V oder Starkstrom?
Der große Vorteil kompakter 2-Personen-Saunen: Fast alle laufen an einer normalen 230-V-Steckdose. Das spart dir die Kosten für den Elektriker (200–600 €). Die Einschränkung: Bei 230 V sind maximal 3,6 kW möglich, was die Höchsttemperatur auf etwa 85–90 °C begrenzt. Für die meisten Saunagänger reicht das völlig aus. Wenn du es richtig heiß magst (95–100 °C), brauchst du einen Starkstromanschluss. Mehr dazu erfährst du in meinem Ratgeber zu 230-V-Saunaöfen.
Sitzen oder Liegen?
Hier muss ich ehrlich sein: In den meisten 2-Personen-Saunen können nicht beide gleichzeitig liegen. Die Bänke sind für bequemes Sitzen ausgelegt, und eine Person kann sich ausstrecken, während die andere sitzt. Wenn dir Liegen wichtig ist, achte auf Modelle mit mindestens 150 cm Banklänge. Für noch mehr Platzfreiheit oder wenn du regelmäßig alleine saunierst, lohnt auch ein Blick auf eine kompakte 1-Person-Sauna.
Laufende Kosten
Kompakte Saunen sind im Betrieb erstaunlich günstig. Ein 3,6-kW-Ofen verbraucht bei einer Sitzung von 90 Minuten etwa 4–5 kWh. Bei einem Strompreis von 30 Cent pro kWh kostet dich ein Saunagang also nur 1,20 – 1,50 €. Verglichen mit einem öffentlichen Sauna-Besuch für 20–30 € pro Person amortisiert sich die Investition schnell. Für eine günstige Heimsauna unter 2.000 Euro findest du auf meiner Seite weitere Budget-Modelle im Test.
Mein Fazit
Für die meisten Paare ist die Karibu Siirin die beste Wahl: Solide Verarbeitung, durchdachte Bankaufteilung und ein fairer Preis. Wer möglichst wenig ausgeben möchte, greift zur Weka Kiruna – für unter 1.500 Euro eine ehrliche Einsteiger-Sauna. Und wer wirklich jeden Zentimeter zählen muss, sollte sich die Sentiotec Komfort Mini anschauen. Von der Tylö Panacea rate ich nur ab, wenn das Budget knapp ist – qualitativ ist sie unerreicht, aber der Preisaufschlag gegenüber der Karibu steht in keinem Verhältnis zum Mehrwert. Nach dem Kauf solltest du nicht vergessen, auch das passende Sauna Zubehör wie Aufgusseimer, Thermometer und Sanduhr zu besorgen.
Häufige Fragen
Grundsätzlich ja, aber es kommt auf das Modell an. Bei einer Banklänge von mindestens 150 cm können auch Personen bis 1,85 m bequem sitzen. Zum Liegen braucht man etwa 180–190 cm. Die Karibu Siirin bietet mit 152 cm Innenbreite am meisten Platz im Testfeld.
Ja, das ist bei kompakten Modellen durchaus möglich. Voraussetzungen: ausreichend Platz (mindestens 1,7 × 1,7 m freie Fläche), eine normale Steckdose in der Nähe und gute Belüftung. Achte darauf, dass der Boden feuchtigkeitsbeständig ist – Fliesen sind ideal. Laminat oder Teppich sind ungeeignet.
Bei einem 3,6-kW-Ofen und einer Sitzungsdauer von 90 Minuten liegen die Stromkosten bei etwa 1,20 bis 1,50 € (bei 0,30 €/kWh). Damit ist eine kompakte 2-Personen-Sauna deutlich günstiger im Betrieb als größere Modelle mit 8- oder 9-kW-Öfen.
In den meisten Fällen nicht. Alle Modelle in unserem Test laufen an einer normalen 230-V-Haushaltssteckdose. Nur wenn du Temperaturen über 90 °C erreichen willst, brauchst du einen Starkstromanschluss mit einem leistungsstärkeren Ofen. Für normale Saunagänge reichen 230 V und 3,6 kW völlig aus.
Dank des kleinen Kabinenvolumens heizen 2-Personen-Saunen deutlich schneller auf als größere Modelle. Rechne mit 20–30 Minuten bis 80 °C. Die Karibu Siirin war im Test mit etwa 20 Minuten am schnellsten, die Weka Kiruna brauchte rund 28 Minuten.