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Sauna für die Wohnung: Platzsparende Lösungen

Eine eigene Sauna in der Wohnung – das klingt nach einem Traum, der in vielen Fällen realistischer ist, als du denkst. Ich habe selbst drei Jahre lang eine Infrarotkabine in meiner 70-m²-Mietwohnung betrieben und kenne die Vorteile, aber auch die Hürden. In diesem Ratgeber erkläre ich dir alles, was du wissen musst: von der Vermieter-Genehmigung bis zur Auswahl des richtigen Modells.

Vorweg: Es gibt einen Unterschied zwischen „geht technisch“ und „ist sinnvoll“. Eine große finnische Sauna mit 9-kW-Ofen in einer Mietwohnung aufzustellen, ist meist weder praktisch noch erlaubt. Aber kompakte Lösungen mit 230V-Anschluss? Die funktionieren erstaunlich gut.

Voraussetzungen in der Mietwohnung

Vermieter-Genehmigung

In den meisten Fällen brauchst du eine schriftliche Genehmigung deines Vermieters. Eine Sauna – auch eine Infrarotkabine – stellt eine bauliche Veränderung oder zumindest eine erhöhte Nutzung der Wohnung dar. Argumentiere sachlich: Infrarotkabinen laufen an der normalen Steckdose, erzeugen weniger Feuchtigkeit als eine Badewanne und wiegen weniger als ein Kleiderschrank.

Tipp: Lege deinem Vermieter die technischen Daten vor: Stromverbrauch, Gewicht, Stellfläche. Viele Vermieter haben Angst vor Feuchtigkeit und Starkstrom. Wenn du zeigen kannst, dass eine Infrarotkabine nur 1,5 kW an 230V verbraucht und kaum Feuchtigkeit erzeugt, steigen die Chancen auf eine Genehmigung deutlich.

230V ist der Schlüssel

Für eine Wohnung kommen nur Modelle infrage, die an einer normalen 230V-Steckdose laufen. Starkstrom (400V) ist in Mietwohnungen fast nie verfügbar und darf ohne Genehmigung nicht nachinstalliert werden. Das schränkt die Auswahl auf Infrarotkabinen und finnische Mini-Saunen mit Öfen bis 4,5 kW ein. Details dazu findest du in meinem Ratgeber zum Sauna Stromanschluss.

Platzbedarf

Die kompakteste Lösung ist eine 1-Person-Sauna mit 90 × 90 cm Stellfläche – das passt in die Ecke des Schlafzimmers oder in ein größeres Badezimmer. Finnische Mini-Saunen brauchen mindestens 120 × 100 cm, plus Wandabstand. Plane außerdem den Tür-Schwenkraum ein.

Lüftung

Infrarotkabinen erzeugen kaum Feuchtigkeit – nach dem Saunieren reicht kurzes Stosslüften. Finnische Mini-Saunen produzieren mehr Feuchtigkeit, besonders bei Aufgüssen. Hier brauchst du ein Fenster in der Nähe oder eine gute Lüftungsanlage. Mehr dazu in meinem Ratgeber Sauna im Badezimmer.

Infrarot als beste Alternative für die Wohnung

Für die meisten Wohnungen empfehle ich eine Infrarotkabine statt einer finnischen Sauna. Die Gründe: weniger Feuchtigkeit, geringerer Stromverbrauch, kein Starkstrom nötig und leichterer Aufbau. Zudem sind Vermieter eher bereit, eine Infrarotkabine zu genehmigen als eine finnische Sauna.

Empfohlene Modelle für die Wohnung

★ Preis-Tipp

HOME DELUXE
Redsun M Infrarotkabine

Die Redsun M ist die größere Schwester der Redsun S und bietet Platz für 2 Personen. Mit 120 × 105 cm braucht sie nicht viel mehr Platz als ein großer Sessel und läuft an der normalen Steckdose. Für 899 € bekommst du eine solide 2-Personen-Infrarotkabine – ideal für die Wohnung.

StrahlertypKeramik + Fläche
Leistung1,8 kW (230V)
Personen2
Maße120 × 105 × 190 cm
Preis ca.899 €

Stärken
  • Platz für 2 Personen auf kompakter Fläche
  • 230V – Steckdose reicht
  • Günstiger Preis für eine 2-Personen-Kabine
Schwächen
  • Einfache Verarbeitung
  • Keramikstrahler weniger gleichmäßig

★ Vollspektrum

DEWELLO
Pierson Infrarotkabine

Die Dewello Pierson bietet Vollspektrum-Strahler in einer wohnungstauglichen 2-Personen-Kabine. Die Tiefenwärme ist spürbar besser als bei reinen Keramikstrahlern. Mit Bluetooth-Lautsprecher und Farblicht ist sie zudem gut ausgestattet. Der Aufbau dauert etwa 1–2 Stunden und ist auch alleine machbar.

StrahlertypVollspektrum + Keramik
Leistung2,1 kW (230V)
Personen2
Maße130 × 105 × 190 cm
Preis ca.1.199 €

Stärken
  • Vollspektrum-Strahler für tiefere Wärme
  • Bluetooth und Farblicht inklusive
  • Alleine aufbaubar
Schwächen
  • Etwas größerer Platzbedarf
  • Höherer Preis als Redsun M

★ Finnisch 230V

KARIBU
Siirin Kompaktsauna

Wenn es unbedingt eine finnische Sauna in der Wohnung sein soll, ist die Karibu Siirin mit 3,6-kW-Ofen an 230V die beste Wahl. Sie braucht allerdings gute Lüftung und erzeugt mehr Feuchtigkeit als eine Infrarotkabine. Ideal für Wohnungen mit großem Badezimmer oder einem separaten Abstellraum.

Heizleistung3,6 kW (230V)
Personen1–2
Innenmaße146 × 146 × 198 cm
Preis ca.1.899 €

Stärken
  • Echte finnische Sauna an 230V
  • Aufguss möglich
  • Bewährte Karibu-Qualität
Schwächen
  • Mehr Feuchtigkeit – gute Lüftung nötig
  • Größerer Platzbedarf als IR-Kabinen
  • Genehmigung vom Vermieter schwieriger

Mein Fazit

Für die Wohnung empfehle ich klar eine Infrarotkabine: Die Home Deluxe Redsun M ist mein Preis-Tipp für den unkomplizierten Einstieg, die Dewello Pierson bietet bessere Strahler und mehr Ausstattung. Wer auf finnisches Saunieren besteht, nimmt die Karibu Siirin – aber nur mit guter Lüftung und Vermieter-OK. Das Wichtigste: Kläre die Genehmigung vorher schriftlich und beachte die Lüftung. Dann steht dem Sauna-Vergnügen in den eigenen vier Wänden nichts im Weg. Weitere kompakte Modelle für 2 Personen findest du in meinem separaten Vergleich.

Häufige Fragen

Grundsätzlich brauchst du die schriftliche Genehmigung deines Vermieters. Infrarotkabinen werden häufiger genehmigt als finnische Saunen, da sie weniger Feuchtigkeit erzeugen und keinen Starkstrom brauchen. Argumentiere mit den technischen Daten und biete an, die Kabine beim Auszug rückstandsfrei zu entfernen.

Für Infrarotkabinen (1–2,5 kW) und finnische Mini-Saunen bis 4,5 kW ja. Die Steckdose sollte aber auf einem eigenen Stromkreis liegen und mit einem FI-Schutzschalter abgesichert sein. Lass das im Zweifel von einem Elektriker prüfen – das kostet 80–150 €.

Bei richtiger Lüftung nicht. Infrarotkabinen erzeugen kaum Feuchtigkeit und stellen kein Risiko dar. Finnische Saunen erzeugen mehr Feuchtigkeit – hier musst du nach jedem Saunieren gründlich lüften, um Schimmelbildung zu vermeiden. Auf dem Boden unter der Sauna empfehle ich eine Schutzmatte.

Ja, das ist ein großer Vorteil von freistehenden Saunen und Infrarotkabinen: Sie lassen sich abbauen, transportieren und in der neuen Wohnung wieder aufbauen. Der Ab- und Aufbau dauert je nach Modell 1–3 Stunden. Achte beim Transport darauf, die Glasscheiben separat und gut gepolstert zu transportieren.